(GW) Die Lehrerin Judith Huber von der Mainzer Martinus-Schule hatte die gute Idee, Mathematik mit Entwicklungspolitik zu verbinden: Als Mit-Autorin eines neuen Mathebuchs sollte sie Seiten für projektorientiertes Arbeiten im Mathematikunterricht gestalten. Frau Huber, die schon mehrfach im Unterricht zur Veranschaulichung Beispiele aus den Projekten der Andheri-Hilfe benutzt hatte, erklärte dabei die „Prozent- und Zinsrechnung“ anhand von Praxisbeispielen aus der Arbeit der Andheri-Hilfe.

Durch diese Verbindung erhalten die Schüler/innen nebenbei Informationen über das Leben bedürftiger Menschen. Sie erfahren auch von Lösungsansätzen, wie diese Menschen z.B. durch „Hilfe zur Selbsthilfe-Projekte“ der Armut dauerhaft entkommen können. Frau Huber: „Die Schülerinnen und Schüler sollen über den Tellerrand schauen. Wir sind bemüht, mathematische Sachverhalte in einen Anwendungs-Kontext zu bringen, damit den Schülern bewusst wird, dass Mathematik mit sehr vielen Alltagsbereichen zu tun hat.“

Statt Hausaufgaben bekommen die Schüler einige Projekt-Vorschläge, wie sie sich mit dem Thema auseinandersetzen können. Sie sollen sich zum Beispiel über das Thema „Mikrokredite“ informieren, weitere Auskünfte über die Arbeit der Andheri-Hilfe sammeln oder Plakate mit Informationen über Indien und Bangladesch gestalten.

Wir danken Frau Huber, dass in vielen Schulen Menschlichkeit nun einen festen Platz auf dem Stundenplan haben wird. Besonders freuen wir uns über die Projektbeispiele und Arbeitsaufträge, über die sich viele Jugendliche mit unseren Projekten auseinandersetzen werden.

Viele Lehrer haben für ihren Unterricht schon Materialien zu Projekten der Andheri-Hilfe erstellt oder Spendenaktionen organisiert. Unsere Bitte: Teilen Sie Ihre Ideen und Materialien mit anderen Lehrern und unterstützen Sie auf diese Weise die Arbeit der Andheri-Hilfe. Senden Sie uns dazu einfach Kopien der Unterrichtsmaterialien oder noch besser eine CD mit den Dateien zu. Gerne werden wir sie anderen Lehrern auf Anfrage zur Verfügung stellen.